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Infos über die Smileys

Wer einmal einen Spatziergang durch Hamburg macht und hierbei mit offenen Augen durch die Strassen geht, dem fallen sie nach einiger Zeit unwillkürlich auf: die vielen Smileys, die einen überall in der Stadt von Strassenschildern, Stromkästen, Laternen oder Wänden anlächeln.

Urheber der meisten dieser Smileys ist Walter Josef F. (* 1950 in Heidelberg; † 25. September 2014 in Hamburg), besser bekannt als "Oz", Deutschlands bekanntester Graffiti-Sprayer. Oz, der viele Jahre lang in Hamburg für seine "Stadtverschönerungen" sorgte, war neben den Smileys ebenfalls verantwortlich für die genauso häufig sichtbaren "OZ"-Tags in Hamburg. Insgesamt werden seine Graffities - auch Tags genannt - auf über 120.000 geschätzt, verteilt über das ganze Hamburger Stadtgebiet.

Natürlich werden diese vielen Graffities nicht von allen Hamburgern und besonders vom Hamburger Rechtswesen so gerne gesehen wie auf dieser Internetseite, weshalb sich Oz zu Lebzeiten mehrmals vor Gericht wegen Sachbeschädigung und anderer Vorwürfe verantworten musste und auch längere Zeit hinter Gittern verbringen durfte. Doch auch diese Haftstrafen schienen Oz zum Glück nicht abzuschrecken, der Stadt sein Lächeln zu geben.

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Buch: Es lebe der Sprühling

Details:

  • 216 Seiten | Voll farbig | Hardcover | 23 x 33,5 cm
  • Sprache: Deutsch | Englisch
  • ISBN: 978-3-9813354-0-8
  • Verlag: Colortrip
  • Thema: Straßenkunst

Zum Inhalt:

Hansestadt Hamburg, wunderschön an der Elbe gelegen, mit dem Michel, dem Hafen und der Alster. Wenn man aber die Stadt genauer betrachtet und sich nicht der Straßenkultur verschließt, findet der Hamburgbesucher, aber auch der Hamburger selbst immer wieder wiederkehrende Motive, gestaltet an Wänden, Tunnels, Brücken und sogar Gullydeckeln. Die Smileys, die endlosen Farb-Würste an Wänden entlang der U- und S-Bahnstrecken oder im Tunnel selber, bunte kreisförmige Objekte die an eine „Pizza“ erinnern, an schier unerreichbaren Stellen oder die etwas wirr wirkenden Zeichen und Sätze. Selbst wenn man den Blick auf den Boden richtet, entdeckt man Motive der urbanen Auseinandersetzung. Und das alles in einer Quantität, die ihresgleichen sucht. Ganz so, als hätte da jemand den grauen Flächen in der Hansestadt den Kampf angesagt.

Viele Botschaften enthalten einen kritischen Umgang mit der Stadtkultur, einen Angriff auf die oberflächliche Gesellschaft. Dieser stille Protest gegen Etwas, was man vielleicht mitfühlen oder erfühlen kann, ist geprägt durch kreative Energie. Diese geballte Ladung an kunstvollem Ausdruck wird mit Sprühfarbe, Markern oder auch Kreide zum Ausdruck gebracht. Sie steht für sich, unterliegt keiner künstlichen Kategorisierung und ist an Individualität sowie Anonymität kaum zu übertreffen.

Nun fassten sich ein paar Hamburger endlich ein Herz und beschlossen, diesem weltweit wohl einzigartigen Treiben ein Buch zu widmen. Auf 216 Seiten dokumentiert „Es lebe der Sprühling“ die Bilder, Zeichen und Botschaften dieser bisher noch nie näher beleuchteten Arbeiten im öffentlichen Raum der freien und Hansestadt Hamburg und setzt dem Phänomen ein Denkmal. Dazu äußern sich, neben anderen, Jan Eißfeldt, Heiko Zahlmann und Peter Michalski zu den Werken und helfen so, neue Betrachtungsweisen auf den oder die Urheber zu finden. Zahlreiche Fotografien die in direkter Verbindung mit den Werken stehen, werfen neue Perspektiven auf und lassen den Betrachter wissen, dass diese in den letzten 25 Jahren entstandenen Objekte schon längst Kunststatus in der Hansestadt haben.

Bestellt werden kann das Buch bei Amazon. Weitere Informationen zum Buch gibt es beim Verlag colortrip.com.

Buch: Free OZ! Streetart zwischen Revolte, Repression und Kommerz

Details:

  • 156 Seiten
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 978-3862414246
  • Verlag: Assoziation A

Bunte oder schwarze Smileys und Kringel, Tags wie USP oder DSF und immer wieder das Schriftzeichen OZ: Hamburgs berühmtester Sprayer ist im Stadtbild der Hansestadt allgegenwärtig. Auf tristen Tunnelwänden, Bunkern, Rückseiten von Verkehrsschildern hat er seine Spuren hinterlassen. Mit singulärer Hartnäckigkeit ist der 63-jährige OZ seit 30 Jahren Nacht für Nacht in Hamburg unterwegs. Er bestreitet das Vorrecht der Werbebotschaften, den öffentlichen Raum konkurrenzlos zu prägen, und reklamiert ein Recht auf Stadt für alle.

Bestellt werden kann das Buch bei Amazon.

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